Thoddys Garnelen-Cocktail – „Ein Feuerwerk des Humors“ im Nanobecken

Thorsten Hardel präsentiert sein Buch „Garnelen-Cocktail (Bild: Lisbeth Boris Hardel)

Der Kie­ler Gra­fi­ker und Illus­tra­tor Thors­ten Har­del (Thoddy) erfreut mit sei­nen Gar­ne­len­car­toons nicht nur Jung und Alt, son­dern er hat sich auch in der Szene der Aquaristik‐​Freunde und Garnelen‐​Züchter einen Namen gemacht. Mit dem För­de­flüs­te­rer sprach er dar­über, wie die Comics der wit­zi­gen Gar­ne­len aus dem Nano­be­cken ent­stan­den sind. Am Sams­tag dem 10. Okto­ber signiert „Thoddy“ sein Buch und zeich­net live bei Zoo und Angel Knutzen.

Wie ist es dazu gekom­men Comics zu zeichnen?

Thors­ten Har­del: Das ist eine lange Geschichte. Wäh­rend der Schul­zeit habe ich im Eng­lisch– und Mathe­ma­tik­un­ter­richt meine ers­ten Comics gezeich­net. Es war schon immer eines mei­ner Hob­bys. Wenn man Comics kauft und liest, dann sind diese zwar lus­tig aber wenn man sel­ber Comics zeich­net, dann kann man sei­ner eige­nen Fan­ta­sie freien Lauf las­sen. Nach der Schule beschloss ich Wer­be­gra­fi­ker zu wer­den und nach mei­ner Aus­bil­dung war ich lange Zeit in einer Wer­be­agen­tur tätig. Bereits damals hab ich immer wie­der ver­sucht mein Hobby in meine täg­li­che Arbeit einzubringen.

Die Figu­ren in vie­len Dei­ner Comis sind Gar­ne­len – wie ist es dazu gekommen?

Thors­ten Har­del: Frü­her stand in mei­nem Büro ein Aqua­rium und meine Fami­lie hat mir ein gro­ßes Aqua­rium fürs Wohn­zim­mer geschenkt. Als ich mich vor eini­gen Jah­ren selbst­stän­dig gemacht habe, bekam ich ein Nano­be­cken mit eini­gen Gar­ne­len für das neue Büro geschenkt. Es war span­nend die Tiere zu beob­ach­ten, weil damals Gar­ne­len noch nicht so stark ver­brei­tet waren und irgend­wann hab ich ein­fach etwas auf ein Post‐​it gescrib­belt. Nach den ers­ten Zeich­nun­gen ent­stand die Idee etwas mehr mit den Gar­ne­len zu machen und so sind diese klei­nen Geschich­ten entstanden.

Neben den Gar­ne­len zeich­nest Du auch andere Comics, unter ande­rem über Wölfe.

Thors­ten Har­del: Das stimmt. Ich habe eine der ers­ten Kin­der­sei­ten im Inter­net zum Thema Wölfe gemacht und habe dort für Kin­der Wölfe gezeich­net um deren Ver­hal­ten zu erklä­ren. Dies war ein län­ge­res Pro­jekt wel­ches über einige Jahre lief und mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Wird es irgend­wann ein Cross­over zwi­schen den Gar­ne­len und den Wöl­fen geben?

Thors­ten Har­del: Die Wölfe und Gar­ne­len wer­den sicher­lich nicht in einem Car­toon auf­ein­an­der tref­fen, aber es ist ja nicht so, dass ich nur noch Geschich­ten über Gar­ne­len zeichne. Als selbst­stän­di­ger Gra­fi­ker muss man erst ein­mal die Zeit fin­den und regel­mä­ßig Ideen für neue Comics haben. Oft fange ich an etwas zu zeich­nen und wäh­rend­des­sen ent­steht die Idee zur Geschichte die ich mit dem Comic erzäh­len will. Im Gegen­satz zu mir machen sich viele Zeich­ner erst Gedan­ken und skiz­zie­ren die Geschichte, aber mit die­ser Her­an­ge­hens­weise hätte ich meine Schwie­rig­kei­ten da ich dann bereits das Ende der Story kenne bevor sich diese spon­tan aus der Feder auf Blatt flie­ßen kann. Das ist ein­fach eine Macke von mir.

Die Gar­ne­len­co­mics sind immer Ein­zel­ge­schich­ten, wirst Du irgend­wann auch län­gere Strips über die Gar­ne­len veröffentlichen?

Thors­ten Har­del: Für das Maga­zin Aqua­ris­tik zeichne ich bereits einen regel­mä­ßi­gen Strip, der jedoch nicht von Gar­ne­len son­dern von Fischen han­delt. Das sind immer drei Bil­der, die zu einem Strip zusam­men­ge­stellt sind. Auf mei­ner Seite auf Face­book habe ich kürz­lich einen davon ver­öf­fent­licht, der sehr gut beim Publi­kum ankam. Zur Zeit arbeite ich an einem zwei­sei­ti­gen Car­toon für eine Kin­der­zeit­schrift zum Thema Aqua­rium und Fische.

Für einen drei­tei­li­gen Car­toon muss man erst ein­mal einen Span­nungs­bo­gen auf­bauen, der zum Schluss ein Feu­er­werk des Humors aus­löst. Das brauch ich bei mei­nen Gar­ne­len eigent­lich nicht, denn die Ein­bild­car­toons funk­tio­nie­ren sehr gut. Wenn man eine kom­ple­xere Geschichte erzäh­len will, dann muss diese auch von einem humo­ris­ti­schen Höhe­punkt zum ande­ren gehen, sonst wird das Comic schnell lang­wei­lig. Wenn ich jedoch nur ein ein­zel­nes Bild erschaffe, dann errei­che ich sofort, dass der Clou rüber kommt und über­lasse den Rest der Fan­ta­sie der Leser.

Wie hat die Szene der Garnelen‐​Züchter auf Deine Gar­ne­len­car­toons reagiert?

Thors­ten Har­del: Auf jeden Fall erstaun­lich gut. Der Dähne Ver­lag, der auch mein Buch „Garnelen‐​Cocktail“ ver­öf­fent­licht hat, publi­ziert auch Cari­dina, eine Fach­zeit­schrif­ten für Gar­ne­len und Krebse. Der Ver­lag kannte meine Car­toons und ver­öf­fent­licht diese regel­mä­ßig in der Cari­dina. Auch die posi­ti­ven Reak­tio­nen aus der Szene führ­ten dazu, dass der Ver­lag sich ent­schloss mein Buch zu veröffentlichen.

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