Tausende folgen in Kiel dem Aufruf zum Warnstreik

Warnstreik in Kiel (Foto: AR)Im Tarif­kon­flikt im öffent­li­chen Dienst sind am Mon­tag in Kiel nach Poli­zei­an­ga­ben rund 10.000 Men­schen dem Auf­ruf der Ver­ein­ten Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) gefolgt und haben für mehr Lohn demonstriert.

Von dem Warn­streik sind städ­ti­sche Ämter und Ein­rich­tun­gen, wie die Ein­woh­ner­mel­de­stelle, die Kfz‐Zulassungsstelle, die Zen­tral­bü­che­rei, die Stadt­werke und die meis­ten der städ­ti­schen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen betrof­fen. Das Ange­bot der Arbeit­ge­ber von 3,3 Pro­zent mehr Lohn lehnt die Gewerk­schaft ab. Ver.di for­dert statt­des­sen für die Beschäf­tig­ten des öffent­li­chen Diensts eine Gehalts­stei­ge­rung von 6,5 Pro­zent, min­des­tens aber eine Erhö­hung der Löhne um 200 Euro. Auch die Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen soll, nach den Vor­stel­lun­gen der Gewerk­schaft, um 100 Euro ange­ho­ben werden.

„Die­ser Warn­streik ist der­zeit die ein­zige Mög­lich­keit, um auf das in der ver­gan­ge­nen Woche in jeder Bezie­hung unzu­rei­chende Ange­bot der Arbeit­ge­ber zu rea­gie­ren. Wer den Beschäf­tig­ten ein Ange­bot in Form einer dreis­ten Mogel­pa­ckung ver­kau­fen will, darf sich über die Ant­wort nicht wun­dern! Die ange­bo­te­nen 2,1 Pro­zent ab Mai 2012 ent­spre­chen ledig­lich 1,75 Pro­zent auf 12 Monate gerech­net. Wenn dann auch nur 1,2 Pro­zent für 2013 hin­zu­kom­men, haben wir es mit einem Real­lohn­ver­lust zu tun! Dar­über kann auch eine Ein­mal­zah­lung von 200,-€ nicht hin­weg täu­schen. Das ist weder akzep­ta­bel noch hin­nehm­bar!“ so Karin Hesse, Lei­te­rin des ver.di Lan­des­be­zirks Nord

Frank Bsirske, Vor­sit­zen­der von ver.di, warnte die Arbeit­ge­ber vor einer Aus­deh­nung der Streiks. „Ich hoffe, die Arbeit­ge­ber ver­ste­hen die star­ken Signale der Beschäf­tig­ten und legen am Mitt­woch ein ver­hand­lungs­fä­hi­ges Ange­bot auf den Tisch. Die Strei­ken­den haben sehr deut­lich gemacht, dass sie sich die Ver­wei­ge­rungs­hal­tung der Arbeit­ge­ber nicht gefal­len las­sen, son­dern für ihre berech­tig­ten For­de­run­gen kämp­fen werden.“
Die Ver­hand­lun­gen zwi­schen Gewerk­schaft und Arbeit­ge­bern wer­den am 28. und 29. März in Pots­dam fortgesetzt.

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