Gottfried Brockmann Preis – Samuel Seger erhält Gottfried Brockmann Preis 2011

Am Frei­tag, dem 25 Novem­ber, wurde in der Stadt­ga­le­rie Kiel zum vier­zehn­ten Mal der Gott­fried Brock­mann Preis ver­lie­hen. Dies­jäh­ri­ger Preis­trä­ger ist der 1982 in Lör­rach gebo­rene Samuel Seger, der nach sei­ner Aus­bil­dung zum Stein­metz an der Kie­ler Muthe­sius Kunst­hoch­schule stu­dierte. Neben dem Preis­trä­ger wer­den die Werke von vier­zehn wei­te­ren Künst­le­rin­nen und Künst­ler im Rah­men der Aus­stel­lung zum Gott­fried Brock­mann Preis 2011 ausgestellt.

Auf Vor­schlag der Jury haben in die­sem Jahr ins­ge­samt 45 Künst­le­rin­nen und Künst­ler an dem mit 5.000 dotier­ten Wett­be­werb teil­ge­nom­men. Sie­ger ist der Bild­hauer Samuel Seger, der bereits an zahl­rei­chen Aus­stel­lun­gen in Deutsch­land, Däne­mark, Irland und Nor­we­gen teil­ge­nom­men hat. Seine Arbei­ten sind eine Melange aus Skulp­tur, Per­for­mance und Video­kunst, die aus Sicht der Jury eine „Erwei­te­rung des Fel­des der Bild­haue­rei“ darstellen.

Seger ver­wen­det für seine Skulp­tu­ren unter­schied­lichste Mate­ria­lien und All­tags­ge­gen­stände, die er zu einem Gesamt­kunst­werk zusam­men­fügt. Neben der Skulp­tur ist ihm auch die Insze­nie­rung wich­tig, wie das Werk „wha­te­ver it takes“ deut­lich zeigt. Das Video zeigt eine Per­son, den Künst­ler Samuel Seger, der in das erste Objekt steigt, um einige Augen­bli­cke spä­ter aus einem ande­ren Objekt zu erschei­nen. Es ist unter ande­rem diese Kom­bi­na­tion ver­schie­de­ner Stil­mit­tel, die seine Kunst­werke zu etwas beson­de­ren machen.

Einen ande­ren Weg geht Jakob Johann­sen, der mit Hilfe von Foto­gra­fien einen Raum nicht nur abbil­det, son­dern aus ein­zel­nen Fotos ein neues, räum­li­ches Kunst­werk zusam­men­setzt. Wäh­rend das Foto nur eine zwei­di­men­sio­nale Ebene dar­stellt, gelingt es Johann­sen mit sei­ner Arbeit dem Betrach­ter einen drei­di­men­sio­na­len Raum zu zei­gen, der auch einen Blick hin­ter die ein­zel­nen Gegen­stände ermög­licht und somit die Gren­zen des Medium Foto­gra­fie zu überwinden.

Das Foto­gra­fie mehr ist, als nur die Kunst gute Bil­der zu machen, zei­gen auch die Werke von Anna­belle Fürs­tenau. Ihrer Werke wir­ken wie eine Geschichte, die in Keil­schrift geschrie­ben wurde, doch statt des­sen ist es eine Blüte, die, in ihre Ein­zel­teile zer­legt, foto­gra­fiert wurde und einen völ­lig neuen Blick auf die Blü­ten­pracht gewährt.

„Ist das noch Kunst?“, wird sich mancher Besu­cher fra­gen, der den kah­len Raum betritt, in dem das Werk “der gestif­tete Blick“ aus­ge­stellt wird. Chili M. Seitz nimmt den Betrach­ter mit auf eine akus­ti­sche Reise zum Kno­oper Weg, Ecke Ols­hau­sen­straße und dem Fal­cken­stei­ner Strand. Mit Wor­ten kom­po­niert Seitz ein Bild vor dem inne­ren Auge des Zuhö­rers. Es lohnt sich zuzu­hö­ren, denn die, die sich auf das Expe­ri­ment der Künst­le­rin ein­las­sen, wer­den mit einem ein­zig­ar­ti­gen Kunst­werk belohnt.

Die Arbei­ten des Preis­trä­gers und der Künst­le­rin­nen und Künst­ler wer­den vom 26. Novem­ber 2011 bis 17. Januar 2012 in der Stadt­ga­le­rie Kiel ausgestellt.

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