Occupy Kiel – Die Kieler Bürgerbewegung gegen die Finanzwirtschaft

Die Aktivisten der Kieler Occupy Bewegung (Foto: AR)Der Pro­test der ban­ken­kri­ti­sche „Occupy Wall Street“ Bewe­gung beschränkt sich nicht nur auf Finanz­plätze wie Frank­furt oder New York son­dern hat auch in der schleswig‐holsteinischen Lan­des­haupt­stadt ihre Zelte auf­ge­schla­gen. Direkt am Klei­nen Kiel, zwi­schen der Inves­ti­ti­ons­bank Schleswig‐Holstein, der Förde Spar­kasse und der kri­sen­ge­schüt­tel­ten HSH‐Nordbank trot­zen die Akti­vis­ten Wind und Wetter.
 Am Sams­tag fand um 12 Uhr eine Kund­ge­bung in der Hols­ten­straße statt. Obwohl viele Pas­san­ten ein­fach wei­ter­ge­hen fin­den sich fast 70 Men­schen ein. Es sind gewöhn­li­che Bür­ger, Ren­ter, Eltern, Haus­frauen und Stu­den­ten, die mit den Akti­vis­ten ins Gespräch kom­men und mit ihnen über den Ein­fluss des inter­na­tio­na­len Finanz­sys­tems auf unser Leben und die Poli­tik diskutieren.

Die For­de­run­gen der Kie­ler Occupy Bewe­gung (Foto: AR)Trotz der gerin­gen Reso­nanz bei der Demo in der Ein­kaufs­straße las­sen sich die Akti­vis­ten nicht ent­mu­tin­gen. Eine der anwe­sen­den Cam­pe­rin­nen fasst die Ent­wick­lung des Camps mit „Wahn­sinn“ zusam­men. Anfangs war die Gruppe recht über­schau­bar, doch inzwi­schen wächst das Lager täg­lich und bis zu 20 Leute ver­brin­gen ihre Zeit im Kie­ler Ban­kend­rei­eck. Hin­zu­kom­men Sym­pa­thi­san­ten und Unter­stüt­zer, die im Camp vor­bei­schauen und Sach­spen­den vor­bei­brin­gen. Ohne die Hilfe der Kie­ler, so Mela­nie, wäre das Camp nicht mög­lich gewe­sen. Dies, und die posi­tive Reso­nanz der Pas­san­ten vor Ort, gibt den Men­schen von Occupy Kiel die Zuver­sicht für die 99 Pro­zent zu sprechen.

Aber die Camp‐Bewohner haben wei­tere Pläne. Um das Camp attrak­ti­ver zu gestal­ten wird die Mög­lich­keit dis­ku­tiert, ob man eine Bühne für Klein­kunst errich­ten kann. Auch will man Kon­zerte ver­an­stal­ten um so die Auf­merk­sam­keit für die Pro­test­be­we­gung zu erhö­hen. Bis es soweit ist, wer­den noch einige Tage ver­ge­hen und der größte Geg­ner wird das Wet­ter sein. Spä­tes­tens wenn es käl­ter wird, wer­den die Camping‐Zelte und Feu­er­ton­nen nicht mehr den nöti­gen Schutz vor Wind und Wet­ter bie­ten. Bis es jedoch soweit ist, will man im Kie­ler Banken‐Dreieck ausharren.

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