Bundeswehrreform – Kiel bleibt von der Reform nicht verschont

Das Segelschulschiff Gorch Fock bleibt den Kielern erhaltenAm Mitt­woch stellt Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­zière die Pläne zur Bun­des­wehr­re­form vor. Die ers­ten Details des neuen Kon­zepts sind bereits jetzt bekannt – der Stand­ort Kiel muss mit einer Ver­rin­ge­rung von 5290 auf 3590 Stel­len rechnen.

Im Ver­gleich mit den ande­ren Bun­des­län­dern hat die Bun­des­wehr­re­form Schleswig‐Holstein beson­ders stark getrof­fen. So wer­den die Stand­orte Alt Duvens­tedt, Bar­gum, Glücks­burg, Hohn, Hürup, Lade­lund, Lüt­jen­burg und Seeth geschlos­sen. Das Flot­ten­kom­mando der Marine, das bis­her in Glücks­burg behei­ma­tet war, wird mit dem Mari­ne­amt und dem Füh­rungs­stab Marine zum Mari­ne­kom­mando in Ros­tock zusammengelegt.

Auch Kiel ist von der Reform betrof­fen. So sol­len nach den Plä­nen des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums von den ursprüng­lich 5290 Dienst­pos­ten nur noch 3590 übrig­blei­ben. Auf­ge­löst wird das 5. Minen­such­ge­schwa­der, der Mari­near­se­n­al­be­trieb, das Wehr­be­reichs­kom­mando I, die Wehr­be­reichs­ver­wal­tung Nord (Außen­stelle), das Sani­täts­kom­mando I und das Kreis­wehr­er­satz­amt. Der Ein­satz­grup­pen­ver­sor­ger Frank­furt soll nach Wil­helms­ha­ven ver­legt werden.

Als Ersatz für das obso­lete Kreis­wehr­er­satz­amt wird es in Zukunft ein Kar­rie­re­cen­ter der Bun­des­wehr geben. Nach Kiel ver­legt wer­den das 1. Unter­stüt­zungs­ge­schwa­der, das 4./Feldjägerregiment 1 und das Schiff­fahrt­me­di­zi­ni­sche Insti­tut der Marine wäh­rend das Zen­trale Insti­tut des Sani­täts­dienst der Bun­des­wehr in Krons­ha­gen bleibt.

Die Stand­ort­re­form ist die letzte Wei­chen­stel­lung für die geplante Neu­aus­rich­tung der Bun­des­wehr. Nach dem Aus­set­zen der Wehr­pflicht soll die Trup­pen­stärke von ursprüng­lich 250.000 auf 185.000 Sol­da­ten redu­ziert wer­den. Wel­che Fol­gen die damit ver­bun­dene Umstruk­tu­rie­rung für die betrof­fe­nen Kom­mu­nen hat, ist noch nicht abseh­bar und wird für die kom­mende Lan­des­re­gie­rung, auch in finan­zi­el­ler Sicht, eine große Her­aus­for­de­rung darstellen.

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