Kurztest – Mit Audi auf der Kieler Woche

© KIK 2011

Audi, seit 2010 der Haupt­spon­sor der Kie­ler Woche, bie­tet Besu­chern der Audi Sai­ling Arena täg­lich kos­ten­lose Pro­be­fahr­ten an. Diese Gele­gen­heit ließ sich auch der För­de­flüs­te­rer nicht ent­ge­hen und trat an einem son­ni­gen Vor­mit­tag eine kurze, aber unter­halt­same Pro­be­fahrt mit dem neuen Audi A6 3.0 TFSI quat­tro an.
Um eins vor­weg­zu­neh­men: der Audi ist nicht per­fekt. So groß und luxu­riös der A6 auch ist, die Zei­ten sind vor­bei als man gewollt unab­sicht­lich, beim Gang­wech­sel, Kon­takt zur Bei­fah­re­rin suchen konnte. Eine breite Mit­tel­kon­sole berei­tet jeg­li­chen Ver­such der Kon­takt­auf­nahme ein jähes Ende. Im Gegen­satz zu die­ser Mit­tel­kon­sole wir­ken die leder­nen Sport­sitze vorne sehr schmal und bie­ten bei sport­li­cher Fahr­weise zu wenig Sei­ten­halt. Aber auch die hin­te­ren Sitz­plätze sind nicht vor Kri­tik gefeit: so ist die Sitz­flä­che etwas zu kurz.

Wenig zu meckern gibt es über den sehr elas­ti­schen Motor. Der 3 Liter TFSI mit 300 PS und 440 Nm, die ab 2.900/min ver­füg­bar sind, ermög­licht eine sehr sport­li­che Fahr­weise. Das sie­ben­gän­gige Dop­pel­kupp­lungs­ge­triebe arbei­tet ins­be­son­dere im voll­au­to­ma­ti­schen Modus har­mo­nisch mit dem Kompressor‐V6 zusam­men und man ver­liert schnell die Lust am manu­el­len Schal­ten. Die Ursa­che hier­für liegt nicht nur in der guten Abstim­mung von Motor und Getriebe, son­dern auch in den lieb­lo­sen „Schalt­wip­pen“, mit denen der Test­wa­gen aus­ge­stat­tet war. Diese Schalt­wip­pen, die sich von der gan­zen Hap­tik her genauso anfüh­len wie an einem „Rac­ing Wheel“ für PCs oder Spie­le­kon­so­len, sind in einem Fahr­zeug, das 74.525,- Euro kos­tet, ein­deu­tig fehl am Platz. Auch der Lenk­rad­kranz des optio­na­len Sport­lenk­rads ist etwas zier­lich und passt nicht so recht zum sport­li­chen Cha­rak­ter des A6.

Der A6 fährt sich intui­tiv, die Len­kung ist prä­zise und ein sanf­ter Druck auf das Gas­pe­dal reicht aus um knapp 1,8 Ton­nen in Bewe­gung zu ver­set­zen. Ebenso über­zeu­gen die Brem­sen, die den A6 sicher zum Still­stand brin­gen. Auch im Stadt­ver­kehr macht der Audi eine gute Figur. Trotz sei­ner Länge von fast 5 Meter lässt sich die Limou­sine mühe­los durch die engen Kie­ler Stra­ßen navi­gie­ren. Nur Kopf­stein­pflas­ter sollte man mit dem ansons­ten gut abge­stimm­ten Sport­fahr­werk und den 19‐Zöllern mei­den. Gut gefal­len hat uns eben­falls das „Audi side assist“-Assistenzsystem, wel­ches den toten Win­kel über­wacht und durch eine Warn­an­zeige im ent­spre­chen­den Außen­spie­gel vor ande­ren Fahr­zeu­gen warnt.

Ein­zi­ger wirk­li­cher Wer­muts­trop­fen ist der Preis des Test­wa­gens. Auch wenn man auf einige der Gim­micks, wie die optio­na­len Schalt­wip­pen, ver­zich­tet, so fin­den sich zahl­rei­che Extras in der Auf­preis­liste, die man nicht mis­sen will. Ins­ge­samt ist die Audi A6 Limou­sine jedoch ein bemer­kens­wer­tes Fahr­zeug. Anders als man es viel­leicht von einem Auto die­ser Größe erwar­tet, ist der A6 3.0 TFSI quat­tro ein äußert dyna­mi­sches und ele­gan­tes Auto, in wel­chen man sich sofort wie zu Hause fühlt.

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