Hendrik Lörper erhält Gottfried Brockmann Preis

Hendrik Lörper (Bild: AR)Am 20. Novem­ber wurde der dies­jäh­rige Gott­fried Brock­mann Preis an den Kie­ler Künst­ler Hen­drik Lör­per ver­lie­hen. Neben den Wer­ken von Lör­per wer­den die Arbei­ten von vier­zehn wei­te­ren Künst­lern aus Kiel gezeigt. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde im Rah­men der Aus­stel­lungs­er­öff­nung um 19 Uhr von der Stadt­prä­si­den­tin Cathy Kiet­zer in der Stadt­ga­le­rie Kiel überreicht.

Bereits zum dr­eizehnten Mal wurde der Gott­fried Brockmann­ Preis der Stadt Kiel, zur För­de­rung jun­ger und viel­ver­spre­chen­der Künst­le­rin­nen und Künst­ler, ver­lie­hen. In die­sem Jahr wur­den von der Jury ins­ge­samt 33 Künst­le­rin­nen und Künst­ler aus Kiel vor­ge­schla­gen, die ihre Arbei­ten prä­sen­tier­ten. Der 1977 in Solta­u gebo­re­nen Preis­trä­ger Hen­drik Lör­per, des­sen Skulp­tu­ren bereits vor einem Jahr in der Aus­stel­lung „SCULPT‐O‐MANIA“ im der Stadt­ga­le­rie Kiel gezeigt wur­den, konnte mit sei­nen Instal­la­tio­nen über­zeu­gen. „Der Kie­ler Künst­ler Hen­drik Lör­per ver­bin­det in sei­nen Arbei­ten ein­fachste all­täg­li­che Mate­ria­lien aus unter­schied­li­chen Kon­tex­ten zu hoch­kom­ple­xen kine­ti­schen Skulp­tu­ren.“ begrün­dete die Jury ihre Entscheidung.

Bild: ARIm Ver­gleich zu ande­ren Wer­ken wir­ken die Arbei­ten von Lör­per auf der einen Seite raum­fül­lend, auf der ande­ren Seite ist es die mini­ma­lis­ti­sche Kon­struk­tion aus Mate­ria­lien wie Folie, Papier, Lüf­tern und Elek­tro­mo­to­ren, die sei­nen Skulp­tu­ren etwas Ein­zig­ar­ti­ges ver­lei­hen. Das Zen­trum der Aus­stel­lung bil­det ein neun mal acht Meter gro­ßer Qua­der, der aus einer fili­gra­nen Foli­en­struk­tur besteht und in mehr als 16 Stun­den durch einenPC‐Lüfter auf­ge­bla­sen wurde. Eine Zelle, die nicht nur den Raum domi­niert, son­dern alles andere aus dem Zen­trum der Aus­stel­lung ver­drängt. Bereits im Ein­gangs­be­reich der Stadt­bi­blio­thek begeg­net man einer wei­te­ren Instal­la­tion des Künst­lers, wel­che aus zwei Papier­bah­nen besteht und durch eine Antriebs­kon­struk­tion in Wel­len­be­we­gun­gen ver­setzt wird.

Bild: ARAndere Akzente setzt die Male­rin Fran­ziska Mei­nert, deren Werke aus der Serie „Lost“ aus­ge­stor­bene Tiere wie die Dode oder die Alge­ri­sche Gazelle dar­stel­len oder die groß­flä­chi­gen Bil­der von Daniel Hör­ner, des­sen far­ben­frohe und geo­me­tri­sche Kom­po­si­tio­nen auf ihre Weise den Raum domi­nie­ren. Ähn­lich domi­nant, wenn auch nicht so far­ben­froh sind die Werke von Mar­lies Kuhn. Ganz in Schwarz gehal­ten for­dert die Künst­le­rin den Betrach­ter auf sich genauer mit ihren Bil­dern aus­ein­an­der zu set­zen um Farb­ab­stu­fun­gen und Mus­ter zu erken­nen. Pas­send dazu die Arbeit von Tho­mas Judisch, des­sen weiße Holz­scheite sym­bo­lisch für den „ers­ten run­den Tisch“ ste­hen, an dem sich Men­schen getrof­fen haben.

Das Kabi­nett von Ben­ja­min Flo­rian Stumpf ist eine Kol­lage aus Objek­ten, Bil­dern und Pho­tos, die er wäh­rend sei­ner Rei­sen in Grenz­zo­nen und Gebie­ten gesam­melt hat. Der dunkle Raum, die ver­streu­ten Akten, ein ein­sa­mer Schreib­tisch und die Über­wa­chungs­mo­ni­tore zei­gen das düs­tere Bild einer Rea­li­tät, die für viele von uns im gren­zen­lo­sen Europa zur Ver­gan­gen­heit gehört.

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