Andreas Feininger – That’s Photography

Die Stadt­ga­le­rie in Kiel zeigt ab dem 12. Sep­tem­ber 2009 in einer Retro­spek­tive erst­mals in Nord­deutsch­land die her­aus­ra­gen­den Werke des Foto­gra­fen Andreas Fei­nin­ger. Die Aus­stel­lung wird am Frei­tag dem 11. Sep­tem­ber um 19 Uhr vom Ober­bür­ger­meis­ter Tors­ten Albig, Dr. Tho­mas Buch­stei­ner vom Andreas Fei­nin­ger Archiv und der Lei­ter der Stadt­ga­le­rie, Wolf­gang Zei­ge­rer fei­er­lich eröffnet.

Andreas Fei­nin­ger, Sohn des berühm­ten Malers Lyo­nel Fei­nin­ger, ist einer der Foto­gra­fen, wel­che die Anfänge der Foto­gra­fie als Kunst geprägt haben. Damit ist er einer der Klas­si­ker der Foto­gra­fie. Di­ese Aus­stel­lung ist nicht chro­no­lo­gisch son­dern the­ma­tisch auf­ge­baut. Der Ein­stieg wird durch die frü­hen Werke aus Nord­deutsch­land, Ham­burg und Stock­holm gebil­det. Die wei­te­ren Bil­der sind den The­men expe­ri­men­telle Natur­fo­to­gra­fie, Wer­be­fo­to­gra­fie, Rüs­tungs­fo­to­gra­fie, den Regio­nen Chi­cago, mitt­le­rer Wes­ten und als Schwer­punkt New York zugeordnet.
Die Foto­gra­fie zur Kunst erheben

Seine Werke sind dabei im Span­nungs­feld zwi­schen Repor­ta­ge­fo­to­gra­fie, sozial‐dokumentarische Foto­gra­fie und der schöp­fe­risch gestal­ten­den Foto­gra­fie ent­stan­den. Er steht damit im Kon­trast zu den s­urrealistisch gepräg­ten Foto­gra­fen, die den „ent­schei­den­den Moment“ ablich­ten. Andreas Fei­nin­gers Blick auf die Foto­gra­fie ist daher sowohl künst­le­risch als auch sach­lich, wis­sen­schaft­lich. Er arran­giert For­men und Struk­tu­ren sach­lich, klar und ein­fach. Seine theo­re­ti­schen Arbei­ten und Publi­ka­tio­nen sind bis heute eine Grund­lage für viele Fotografen.
Licht und Schatten

Die New Yor­ker Bil­der sind Iko­nen und prä­gen unser Bild der Stadt bis heute. Seine Motive sind dabei direkt auf das Objekt, öfters von einem erhöh­ten Stand­punkt, auf­ge­nom­men. Extreme Per­spek­ti­ven fin­det man sel­ten. Seine Stadt­an­sich­ten wer­den durch starke Licht– und Schat­ten­kon­traste domi­niert. Dadurch spie­len Linien und For­men sowie die Geo­me­trie der Objekte eine zen­trale Rolle. Große Objekte und kleine Objekte, wie zum Bei­spiel Wol­ken­krat­zer und Schiffe, bil­den außer­dem einen inhalt­li­chen Kon­trast. Seine Bil­der sind oft durch eine sehr große Tiefe im Raum geprägt. Brü­cken, Stra­ßen­schluch­ten, weite Land­schaf­ten schei­nen sich am Hori­zont auf­zu­lö­sen. Im Gegen­satz dazu ste­hen seine expe­ri­men­tel­len Natur­auf­nah­men, bei denen das Objekt durch Licht und Schat­ten sowie durch Blick­win­kel zu einem neuen Objekt arran­giert wird. In der Aus­stel­lung fin­den sich grö­ßen­teils ori­gi­nale Abzüge von Andreas Fei­nin­ger. Es sind klein­for­ma­tige Bil­der die im Ver­gleich zur zeit­ge­nös­si­schen Foto­gra­fie mit ihren rie­si­gen For­ma­ten, kon­zen­triert gele­sen wer­den müs­sen. So schafft es seine Foto­gra­fie den Betrach­ter zu fesseln.
Wei­ter­füh­rende Literatur

Bis heute sind seine theo­re­ti­schen Werke zur Foto­gra­fie lehr­reich und inspi­rie­rend für Foto­gra­fen. Seine bekann­tes­ten Werke sind „Andreas Fei­nin­gers große Foto­lehre“ und „Die hohe Schule der Foto­gra­fie. Beide sind beim Heyne Ver­lag erhält­lich. Beglei­tend zur Aus­stel­lung gibt es einen Kato­log für Euro 29.80 zu erwer­ben, der diese Aus­stel­lung sehr gut ergänzt. Dazu gibt es wie immer auch das Pla­kat zur Ausstellung.

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